Ab dem 4. Mai starten wir, wie alle G9-Gymnasien in Rheinland-Pfalz, mit dem Präsenzunterricht für die 10. Klassen sowie die Jahrgangsstufen 11 und 12.

Unter veränderten Bedingungen, aber wir freuen uns alle sehr, dass es wieder ein gemeinsames Arbeiten in der Schule geben wird.

Unser Bestreben ist es unter sorgfältiger Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln und hohem Gesundheitsschutz für alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft möglichst viel Präsenzunterricht für unsere Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

Als zweizügige Schule haben wir in der Sekundarstufe I insgesamt eine vergleichsweise kleine Zahl von Schülerinnen und Schülern in jeder Klassenstufe; für die jetzige Klassenstufe 10 trifft dies insbesondere zu. Hinzu kommen zahlreiche Kurse mit weniger als 20 Lernenden in den Jahrgangsstufen 11 und 12.  Außerdem haben wir als Ganztagsschule und durch das Fachraumprinzip ein besonderes Raumkonzept mit mehreren sehr großen Räumen und es stehen uns mehr Lehrerwochenstunden zur Verfügung. In Absprache mit der Schulaufsicht und unserer Schulträgerin haben wir unter diesen Voraussetzungen jeweils ein besonderes Modell für die 10. Klassen und die MSS für den Schulstart ab 4. Mai entwickelt.

Spezielle Regelungen für die 10. Klassen

  • Aufgrund der Vorgaben des Ministeriums für Lerngruppengrößen in der Sekundarstufe I wird die gesamte Klassenstufe in drei Gruppen geteilt. Die drei Lerngruppen werden in jedem Fach inhaltlich parallel arbeiten.
  • Zur Vermeidung von wechselnden Gruppenzusammensetzungen erfolgt die Aufteilung im Rahmen der Hygienerichtlinien entsprechend der bereits vorhandenen Teilung im Wahlfachbereich.
  • Zusätzlich zu den bereits jetzt eingesetzten Fachlehrkräften übernimmt eine Lehrkraft eine weitere Lerngruppe. Häufig ist dies eine der bereits in den beiden Klassen bisher eingesetzten Fachlehrkräfte.
  • Es findet kein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling statt, sondern alle Schülerinnen und Schüler haben jede Woche Präsenzunterricht.
  • Es wird vorwiegend in Doppelstunden gearbeitet, in die die Pausen integriert sind. Dadurch können zusätzliche Kontakte in Pausenzeiten vermieden und Hygienevorschriften besser umgesetzt werden.
  • Da kein Mensabetrieb erlaubt ist, AGen entfallen, die Fächer Chemie und Kunst ausschließlich im Homeschooling unterrichtet werden und Pisastunden in den häuslichen Bereich verlagert werden können, werden kompakte Stundenpläne möglich, sodass täglich nur von 8.05 Uhr bis max. 13.10 Uhr Unterricht stattfinden wird. Die unterrichtsfreien Nachmittage stehen den Schülerinnen und Schülern für das häusliche Arbeiten zur Verfügung.
  • Sportunterricht findet nach Vorgabe des Ministeriums in der Sekundarstufe I an den Schulen in RLP nicht statt.

 

Spezielle Regelungen für die Jahrgangsstufen 11 und 12

  • Es findet kein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling statt, sondern alle Schülerinnen und Schüler haben jede Woche Präsenzunterricht. Ausnahme bilden hier die Kooperationskurse mit dem SAG, sie finden ggf. im Wechselmodell statt. Informationen dazu erhalten die Schülerinnen und Schüler von den entsprechenden Fachlehrern des SAG.
  • Es wird nur noch in Doppelstunden unterrichtet, in die die Pausen integriert sind. Daraus ergibt sich, dass von einem fünfstündigen Leistungskurs jede Woche zwei Doppelstunden Präsenzunterricht stattfinden und für die fünfte Stunde ein Arbeitsauftrag zum häuslichen Arbeiten erteilt wird. Ebenso findet von einem dreistündigen Grundkurs eine Doppelstunde jede Woche als Präsenzunterricht statt, für die dritte Stunde gibt es einen häuslichen Arbeitsauftrag. Vier- und zweistündige Kurse finden vollständig als Präsenzunterricht statt.
  • Durch die Aufteilung auf Präsenzunterricht und häusliches Arbeiten entstehen kompakte Stundenpläne für Schülerinnen und Schüler, sodass täglich von 8.05 Uhr bis 13.15 Uhr und nur an einem Nachmittag Unterricht stattfinden wird. Die anderen, unterrichtsfreien Nachmittage stehen den Schülerinnen und Schülern für das häusliche Arbeiten zur Verfügung.
  • Einige wenige Lerngruppen mit mehr als 20 Lernenden müssen aufgrund der Vorgaben des Ministeriums geteilt werden. Die Teilgruppen werden von Fachkolleginnen und Fachkollegen übernommen, sodass auch hier ein wöchentlicher Präsenzunterricht wie oben beschrieben stattfinden wird. Alle Lerngruppen werden hier inhaltlich parallel arbeiten.

Aus diesen Regelungen ergeben sich folgende Vorteile:

Aufgrund des durchgehenden Präsenzunterrichtes wird der gleiche Lernstand für alle Lernenden in einem Fach und die gleiche Basis für Leistungsnachweise und Klassen- und Kursarbeiten geschaffen. Das im wöchentlichen Wechselmodell erforderliche eigenständige Erarbeiten von neuen Lerninhalten ohne Präsenzunterricht ist nicht notwendig, alle Fragen können direkt im Unterricht gestellt werden. Jede Schülerin/ jeder Schüler der MSS, der/die beim Wechselmodell in zwei Wochen in einem fünfstündigen Leistungskurs 5 Präsenzstunden und 5 Stunden Homeschooling hätte, hat am DBG in zwei Wochen 8 Präsenzstunden und 2 Stunden häusliche Arbeitsaufträge. In den wenigen Wochen, die noch bis zum Schuljahresende zur Verfügung stehen, wird allen Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen vor Ort intensive Unterstützung auf dem Weg zum Sekundarabschluss I geboten. Dieses Modell bleibt für die 10. Klassen und die Jahrgangsstufen 11 und 12 so bestehen, auch wenn die Schülerinnen und Schüler der anderen Klassenstufen schrittweise bis zu den Sommerferien wieder in die Schule kommen können.

In Bezug auf Leistungsmessung – und beurteilung werden wir entsprechend der Vorgaben der Schulaufsicht vorgehen. Unsere Schülerinnen und Schüler werden selbstverständlich bei dieser schrittweisen Schulöffnung im Präsenzunterricht die Gelegenheit haben, zunächst Fragen zu stellen und Inhalte, die zuhause in der Homeschooling-Phase erarbeitet wurden, nochmals zu vertiefen, bevor dazu Leistungsnachweise gefordert werden. Wir werden unsere Schülerinnen und Schüler motivierend begleiten und sie unterstützen angestrebte Ziele zu erreichen.

Wir sind sicher, dass es uns gelungen ist, in dieser außergewöhnlichen Situation ein für unsere Schule passendes Modell entwickelt zu haben, das allen Schülerinnen und Schülern, die am 4. Mai wieder in die Schule kommen, eine sehr gute Betreuung und Lernbegleitung bei gleichzeitig hohem Gesundheitsschutz gewährt.