Willkommen bei unserem Projekt „Faszination Natur – entdeckendes Forschen an der Uni Trier“.
Wir haben zwei spannende Tage an der Universität Trier verbracht.
Am ersten Tag ging es um Stabschrecken. Stabschrecken sind Insekten und sehen aus wie ein kleiner Ast (ca. 11cm). Wir haben mit der Art Medauroidea extradentata, der Annam-Stabschrecke aus Vietnam, gearbeitet.
Wir wurden sehr nett von Julia Krüger, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Uni Trier, empfangen. Sie hat uns abgeholt und uns Justus vorgestellt, der uns durch den Tag geführt hat. Von Justus haben wir als Erstes gelernt, wie wir Stabschrecken anfassen können, ohne ihnen weh zu tun (nämlich zwischen dem Kopf und dem mittleren Beinpaar 😊).
Zuerst war das ein bisschen gruselig, aber dann haben wir uns getraut und die Stabschrecken sind uns am Ende über die Arme und Hände gelaufen. Das hat gekitzelt! Die Stabschrecken sind nachtaktiv, deshalb waren sie sehr ruhig und durften auf einem Ast schlafen, während wir ein tolles Forschungsbuch bearbeitet haben. Damit haben wir die Anatomie und die Entwicklung der Stabschrecke (Hemimetabolismus vs. Holometabolismus) kennen gelernt. Außerdem haben wir unsere Art bestimmt (Taxonomie).
Zum Abschluss haben wir ein Spiel gespielt und dadurch gelernt, dass die braune Farbe und das stockartige Aussehen die Stabschrecken vor Fressfeinden schützen.
Nach einem leckeren Mittagessen in der Mensa haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht.
Am zweiten Tag wurden wir wieder von Julia abgeholt und sie hat uns den Studierenden Simon, Caro, Elena und Theresa vorgestellt, die mit uns das Projekt Bee.Ed durchgeführt haben. Zu Beginn wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte durfte direkt mit Elena und Theresa zu dem Bienenstock, während die andere Hälfte einen Fragebogen beantwortet durfte. Dieser Fragebogen beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder vor und nach dem Projekt mit Bienen umgehen. So konnten Julia bei ihrer Doktorarbeit unterstützen.
Am Bienenstock haben wir uns in Schale geworfen und einen Imkeranzug mit Kopfschutz angezogen. Das war warm! Elena hat uns dann die Arbeitsgeräte erklärt und uns dann die mit Honig gefüllten Rahmen aus dem Bienenstock gezeigt. Wir konnten uns sehr nah an den Bienenstock stellen, mussten aber aufpassen, dass das Flugfeld frei bleibt. Und das Wichtigste: Keiner wurde gestochen! Dann haben wir getauscht und die zweite Gruppe hat sich den Bienenstock angeschaut.
Im Anschluss haben wir verschiedene Stationen zum Themen Bienen durchlaufen. In einer Station haben wir eine Bestimmung von Honigsorten gemacht, indem wir ganz viel Honig probiert haben. Das war sehr lecker. In der nächsten Station haben wir uns mit Bestäubung und dem Einfluss der Bienen auf die Umwelt beschäftigt. In der letzten Station haben wir die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Bienen kennen gelernt und wie wir weniger Mikroplastik produzieren. Dazu haben wir selbst Bienenwachstücher hergestellt, die als ein Ersatz für z.B. Frischhaltefolie dienen können.
Zum Abschluss haben wir nochmal den Fragebogen ausgefüllt und Julia hat uns schon am nächsten Tag eine vorläufige Auswertung geschickt.
Tatsächlich haben wir dank dem Projekt unser Wissen über Bienen erweitert, wir haben nicht mehr so viel Angst vor Bienen und uns hat das Projekt, genauso wie das Projekt mit den Stabschrecken, sehr viel Spaß gemacht.
Text von: Emma Hügel, Amelie Kilburg, Fabienne Becker, Frau Goergen
Fotos: Frau Goergen, Herr Treinen
