Am Montagmorgen ging es los und unsere Schülergruppe, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a und 8b, traf sich am Schweicher Bahnhof. Von dort ging es über Luxemburg und Straßburg mit dem TGV nach Colmar. Dort angekommen, wurden wir von Frau Gaillot-Flum, der Deutschlehrerin unserer Austauschpartner, in Empfang genommen. Dort bekamen wir von der Lehrerin einen Stadtplan, mit dem wir uns etwa eine Dreiviertelstunde in Colmar bewegen durften. Dabei konnten wir erste Eindrücke von der Stadt sammeln und uns selbstständig in einer neuen Umgebung orientieren. Anschließend ging es weiter zur Jugendherberge, bevor wir uns auf dem Weg zum Lycée machten.
Am Lycée Saint André angekommen, empfingen und begrüßten uns in einem großen Saal unsere Corres (franz. Austauschpartner). Der erste Kontakt wurde mit kleinen Snacks, welche die französischen Austauschschüler vorbereitet hatten, versüßt. Dabei konnten wir erste Gespräche auf Deutsch und Französisch führen und uns gegenseitig kennenlernen. Nach dem Austausch mit unseren Partnern zogen wir gemeinsam weiter in die Innenstadt zu „Chez Hansi“, ein typisch elsässisches Restaurant. Hier konnten wir vorab unter verschiedenen Menüs wählen: wir probierten typische elsässische Spezialitäten. Durch das gemeinsame Essen lernten wir auch etwas über regionale Traditionen und die elsässische Kultur. Nachdem wir den Heimweg durch die malerische Altstadt beendet hatten, fielen wir müde ins Bett.
Der Dienstagmorgen startete mit einem leckeren Frühstück im Refectoire (Speisesaal) der Jugendherberge. Anschließend fuhren wir zur Schule unserer Austauschpartner/innen. Dort erhielten wir ein großzügiges Lunchpaket. Nachdem jeder sein Lunchpaket erhalten hatte, gingen wir zum Bahnhof und nahmen einen Zug nach Straßburg. Vor Ort teilten uns die Lehrer in gemischte Kleingruppen und jede Gruppe erhielt eine digitale Stadtrallye. Von dort aus durften wir uns durch die Innenstadt bewegen und somit Straßburg erkunden. Während der Erkundung kamen wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei, darunter die Cathedrale Notre-Dame, das Museum für Moderne Kunst, der Platz Kleber und viele weitere. Die Rallye half uns dabei, die Geschichte und Bedeutung der europäischen Stadt Straßburg besser kennenzulernen und im Team zusammenzuarbeiten. Nach dem Ende der Stadtrallye trafen wir uns wieder beim Bahnhof und fuhren zurück nach Colmar. Vom Bahnhof aus gingen wir zurück zur Schule unserer Corres. Dort trafen wir unsere Austauschpartner/ innen und aßen mit ihnen ein von ihnen vorbereitetes Abendessen (goûter). Dabei konnten wir mehr über den Schulalltag und das Leben unserer Corres erfahren und Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder zur Schule Collège Épiscopal Saint André. Es wurden uns ein Blatt mit Fragen über die Schule gereicht. Dann wurden wir von der Dame, die uns in Colmar begleitet hat, durch die Schule geführt, um die Fragen zu beantworten. Dadurch bekamen wir einen Einblick in das französische Schulsystem und konnten Unterschiede zu unserer eigenen Schule feststellen.
Dann hatten unsere Corres noch in Kleingruppen kleine Vorträge auf Deutsch über verschiedene Sehenswürdigkeiten präsentiert. Eigentlich wollten wir danach noch eine historische Stadterkundung durch Colmar machen. Allerdings war das Wetter nicht auf unserer Seite. Als Plan B sind wir dann in ein Museum gegangen, in dem wir Fragen sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch beantworteten. Dabei konnten wir unsere Sprachkenntnisse anwenden und gemeinsam Lösungen finden.
Letzter Tag in Colmar:
Am Donnerstag, den 7.05., war unser letzter Tag in Colmar. Erneut gingen wir noch einmal zur Schule. Dort machten wir ein Brainstorming darüber, was uns an dem Austausch gefallen hat und was man vielleicht noch verbessern könnte. Außerdem reflektierten wir darüber, was wir in diesen Tagen gelernt haben und welche Erfahrungen wir für die Zukunft mitnehmen können. Danach erfolgte die Vergabe der Teilnahmezertifikate.
Insgesamt war der Austausch ein sehr schönes Erlebnis. Er hat die Gemeinschaft zwischen den Ländern gestärkt, und wir konnten neue Freundschaften schließen. Außerdem hatten wir alle sehr viel Spaß und wir konnten schöne Erinnerungen und Erfahrungen aus dem Erlebnis mitnehmen, welche uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Durch das Erasmus+-Projekt konnten wir unsere Sprachkenntnisse verbessern, andere Kulturen besser kennenlernen und wichtige Erfahrungen im europäischen Miteinander sammeln. Der Austausch hat uns gezeigt, wie wertvoll Offenheit, Respekt und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sind.
Berichte von Niklas Schwarze, Frederik Flora, Viviana Bolinski, Emilia te Heesen, Mira Mertes, Caya Annen, Sarah Schu-Schätter und Johanna Bicker (zusammengefasst und gekürzt)
Fotos: Lotte Schmitt, Paula Heinz, Oliver Müller
