Am Montag, den 18.05.2026, machten wir uns schon morgens um 6 Uhr auf den Weg nach Harlingen. Die Busfahrt war sehr angenehm und alle hatten viel Spaß beim gemeinsamen Musikhören, Singen, Lachen und Spiele spielen. Als wir dann gegen Mittag unseren Starthafen erreichten, ging es erstmal darum, die Zimmer zu beziehen. Die ganzen Taschen noch über ein anderes Boot zu tragen, war zwar anstrengend, mit gemeinsamer Arbeit ging jedoch alles schnell voran. Dann ging es zum Einkaufen. Mit vier vollen Einkaufswägen (und einem leeren Supermarkt) kehrten wir zurück und die Beute wurde unter den Schiffen gerecht aufgeteilt.
Nach einer kurzen Einführung durch unseren Kapitän und unsere Matrosin, begaben wir uns dann schon auf unseren ersten Segeltörn. Erst ging es ein Stück übers offene Meer und dann erreichten wir nach einer Schleuse den Hafen in Makkum, wo wir die erste Nacht verbringen sollten. Den Abend des ersten Tages ließen wir nach einem gelungenen Abendessen an Deck entspannt mit deutschen Hits ausklingen und genossen den wunderschönen Sonnenuntergang in einem Netz vorne am Bug.
Die erste Nacht war für Viele schon wieder früh vorbei, denn die frische Meeresluft lockte uns nach draußen zu einem Spaziergang oder sogar einer Joggingrunde durch den Ort, bei der wir eine freilaufende Herde Schafe entdeckten. Dann ging es zum Frühstück wieder aufs Boot und eine sehr lange Überfahrt zum nächsten Hafen stand uns bevor. Die Segel wurden gehisst und zwischendurch nachjustiert. Am frühen Nachmittag erreichten wir Terschelling und wir gingen zusammen mit der 9b zu einer Aussichtsplattform, von der man die gesamte Insel inklusive imposantem Leuchtturm überblicken konnte. Der Rest des Tages stand uns dann zu freien Verfügung und wir konnten uns im Ort austoben. Abendessen gab es dann wieder unter Deck und mit gemeinschaftlichen Spielen ließen wir den Abend ausklingen. Die Meeresluft tat uns allen gut und wir ließen uns nachts müde in die Betten der Kajüten fallen, wo wir von Piraten träumen konnten.
Am nächsten Tag, am Mittwoch, konnten wir erst gegen Nachmittag losfahren, da der Wind sehr stark war. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Morgen haben wir uns dann in Kleingruppen von mindestens drei Personen auf Erkundungstour durch die Stadt begeben. Den Nachmittag genossen wir mit Wanderungen quer über die gesamte Insel, von Wäldern, Dünen, kleineren Einkaufsstraßen bis hin zu Stränden am Meer. Für jeden war etwas dabei, da die niederländische Landschaft Vielfalt bot. Gegen fünf Uhr haben wir uns dann auf den Weg zu unserem nächsten Hafen begeben. Wie bereits erwartet war es sehr stürmisch. Für viele war der stärkere Seegang sehr aufregend, weshalb wir uns alle an Deck versammelt haben. Nach einer wellenreichen Fahrt erreichten wir dann unseren Zielhafen in Vlieland. Der restliche Tag stand uns dann zur freien Gestaltung zur Verfügung. Nach einer kleinen Expedition über die Insel fanden einige von uns ein schönes Restaurant, wo wir zu Abend aßen. Zurück unter Deck spielten einige von uns mit den Lehrern gemeinsam Uno. Auch das war eine schöne Erfahrung. Wir hatten außerdem die Möglichkeit bei der Parallelklasse ein Fußballspiel anzuschauen. Nach einem langen Abend fielen wir alle müde in unsere Betten.
Am Donnerstag, den 21.05.2026, fuhren wir mit unserem Segelschiff von Vlieland nach Franeker. Auf dem Boot unterstützen wir den Skipper und die Matrosin gemeinsam bei wichtigen Aufgaben, zum Beispiel die Segel zu hissen oder Knoten zu festigen. Dabei durften auch einige aus unserer Klasse ihre Kletterkünste auf dem Baum beweisen. Darüber hinaus durften wir auch dem Kapitän Sieze beim Steuern zusehen und herausfinden wo steuerbord (rechts) und backbord (links) liegt. Des Weiteren manövrierte unser Kapitän uns meisterhaft durch eine der Schleusen, was auch eine neue Erfahrung für uns darstellte.
In Franeker angekommen, gingen wir auf Shoppingtour und widmeten uns den winzigen Souvenirläden, Restaurants und typisch niederländischen Backsteingebäuden bis hin zum späten Nachmittag. Mit reicher Beute und schönen Andenken an diese Segelfahrt kehrten wir ans Schiff zurück. Abends stärkten wir uns verdient mit leckeren Hot Dogs und ließen den Abend mit einer weiteren gnadenlosen Runde Uno ausklingen.
Unser letzter Tag brach wieder früh an und erstmal musste das ganze Pfand zurückgebracht werden. Als alle wieder an Bord waren, stachen wir ein letztes Mal in See. Durch den Kanal und eine Schleuse gelangten wir wieder nach Harlingen, wo unser Bus schon wartete. Nach acht Stunden Rückfahrt und erholsamen, kalorienreichen Pausen bei McDonald’s, kehrten wir nach Schweich zurück und freuten uns auf unser eigenes Bett!
Auf jeden Fall können wir alle behaupten, dass diese Reise uns als eine sehr schöne Erfahrung in Erinnerung bleiben wird!
Vielen Dank an unsere großartige Matrosin Helen und unseren großartigen Kapitän Sieze, die uns sicher übers Ijsselmeer navigiert haben!!!
Vielen Dank an Herr Fey und Frau Goergen, dass sie uns eine ganze Woche ausgehalten haben! Sie können stolz auf sich sein! Herzlichen Glückwunsch!
AHOI!
Text: Lea Willems, Sina Müller, Mia Marck
Fotos: Frau Goergen, Herr Fey
Zeichnungen: Anna Sommerfeld
